Ökobilanz Deutschland
Ökobilanz bei E-Autos
    Nein, das E-Auto ist nicht die das non-plus-ultra. Es kann nur eine Übergangslösung sein für eine bessere Technologie. Die ökologischen Vorteile sind nicht so gravierend, dass sie die Technik der Zukunft ist. Zudem werden durch die benötigten Stoffe, wie Kupfer, Blei, Lithium, Alkali, Mangan, etc, die zum größten Teil in Entwicklungsländern gefördert werden, die CO2 Verursachung ins Ausland verlagert, wo sie zu zunehmender, unkontrollierbaren CO2 Belastung führt.
Hysterie und Weltuntergangsstimmung, wie von den Grünen verbreitet, ist nicht angesagt.
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Ist das E-Autos das perfekte Umweltmobil?
Nein. Emissionen entstehen auch bei der Elektromobilität. Die E-Autos haben zwar keinen Auspuff, aber die Kohle- und Gaskraftwerke, die in Deutschland immer noch den meisten Strom erzeugen, haben Schornsteine.
Keine seriös aufgestellte Ökobilanz bestätigt die politische Vision, Elektrogefährte seien klimaneutral, denn auch die Fabriken, in denen die Autos gebaut werden, verbrauchen Energie.
Im besten Fall sind ihre Emissionen, umgerechnet auf den Kilometer Fahrstrecke, geringer als die Treibhausgase, die ein Vergleichsfahrzeug produziert, wenn es herkömmliche Kraftstoffe verbrennt. Dafür erfordert aber der Bau eines E-Autos, besonders die Herstellung seiner Batterie, einen Aufwand, der bei keinem konventionellen Wagen anfällt.
Die Mobilität eines E-Autos gibt es niemals zum ökologischen Nulltarif. Wenn man ein Fahrzeug von mindestens 800 Kilogramm Gewicht im Straßenverkehr bewegen will, muss man zwangsläufig von einem erhöhten CO2 Verbrauch ausgehen, egal wo er entsteht.
Es hat dem Klima schon mehr geschadet als Diesel oder Benziner, wenn beide mit null Kilometern auf dem Tacho losfahren.

Lebensdauer
Haben Elektroautos über ihren gesamten Lebenszyklus gerechnet einen ökologischen Vorteil gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil sehr viele Faktoren eine Rolle spielen. Das ist der individuelle Stromverbrauch, die Geschwindigkeit, die Herkunft der Elektrizität, das Klima am Einsatzort, die Herstellung der Zusatzkomponenten und vor allem der Batterie, die die Lebensdauer und Fahrleistung des Autos bestimmen.

Autobau und Batterieherstellung
E-Mobile sind viel aufwändiger herzustellen als herkömmliche Autos. Bei der Produktion wird etwa doppelt so viel CO2 wie bei einem konventionellen Vergleichsprodukt freigesetzt.
Das geht in erster Linie auf die Batterien zurück.
Eine kleine Rolle beim Klimaschutz spielt die chemische Zusammensetzung der Batterie.
Eine große Rolle spielt ihre geografische Herkunft, weil die Fabriken bei der Aufbereitung der Rohstoffe und der Montage der Speicherzellen viel Strom verbrauchen.
Viele Batterien kommen aus China, wo viel Elektrizität aus ineffizienten Kohlekraftwerken im Netz fließt, belastet daher die Bilanz der Autos.
Die E-Fahrzeuge starten also mit einem schweren ökologischen Ruckstand. Nimmt man als Durchschnittswert einen Ausstoß von fünf Tonnen CO2 bei der Produktion der Batterie, dann entspricht das der Verbrennung von 2.150 Litern Benzin oder 1.900 Litern Diesel. Damit kommen die sparsamsten Verbrenner ungefähr 50.000 Kilometer weit.

Strom zum Fahren

Wer glaubt, dass E-Fahrzeuge keine Emissionen produzieren, macht einen Denkfehler. Er unterstellt, dass das Fahrzeug exklusiv mit Strom aus erneuerbaren Quellen fährt.
Elektrizität lässt sich nicht in sauberen Ökostrom und schmutzigen Kohlestrom sortieren.
Im Durchschnitt werden für jede Kilowattstunde Strom etwa 527 Gramm CO2 ausgestoßen.
Herkömmliche Fahrzeuge kommen bei den sparsamsten, kleinen Fahrzeuge knapp unter einen Ausstoß von 100 Gramm CO2 pro Kilometer.
Größere Einsparungen gibt es in der Luxusklasse. Um fünf Tonnen CO2 aus der Batterieproduktion auszugleichen, müssten E-Autos normaler Größe schon etwa 150.000 Kilometer Fahrleistung kommen und dafür zehn bis zwölf Jahre auf der Straße bleiben.
Bei der Erzeugung von Windstrom werden neun Gramm CO2 pro Kilowattstunde frei, bei Fotovoltaik Anlagen sind es 55 Gramm.

E-Autos im Vergleich
Die seriösen Ökofachleute stehen Elektroautos, die normalen deutschen Strom tanken, zurzeit ungefähr auf gleicher Höhe mit sparsamen Verbrennern.
Laut einer Studie fallen für den Diesel im Lebenszyklus ungefähr 190 Gramm CO2 pro Fahrkilometer an, wenn man alle Faktoren zusammenrechnet, beim Elektromobil mit sauberem Strom sind es etwa 60.

Für und Wider
Nachteile entstehen, wenn das E-Auto eine Reichweite von 400 statt 200 Kilometern haben soll. Dann braucht man eine doppelt so große Batterie und müsste etwa 300.000 Kilometer fahren, um seine ökologischen Vorbelastung abzutragen.
Einen Einfluss hat auch das Wetter. Im Winterhalbjahr , wo es kalt und nebelig ist, gehen Heizung und Gebläse immer zu Lasten der Batterie, während die Wärme beim herkömmlichen Auto ein Abfallprodukt ist. Das kann den Verbrauch eines E-Fahrzeugs im Extremfall um die Hälfte verringern.
Ein Pluspunkt ist, wenn E-Autos vor allem in der Stadt fahren. Beim häufigen Anfahren und Bremsen gewinnen sie viel Bewegungsenergie wieder zurück.
Die Kehrseite ist natürlich, dass stromgetriebene Gefährte bei Überlandfahrten ihr höheres Gewicht mitschleppen müssen, um überhaupt längere Strecken am Stück zu bewältigen.

E-Autos im Alltag
E-Mobilfahrer sind häufiger mit ihren Gefährten unterwegs, denn wer ein innovatives, umweltfreundliches Produkt hat, neigt oft dazu, es häufiger zu benutzen. Das frisst einen Teil der möglichen Einsparungen gleich wieder.
Zudem werden E-Autos oft als nur als Zweitwagen genutzt, was den Straßenverkehr noch steigert.
Die Beeinflussung der Ökofreaks, dass sie mit ihrem Fahrzeug keine Emissionen erzeugen, beruht auf einer politischen Fehlinformation.

Fazit
Elektroautos können in der Zukunft einen Beitrag leisten, den Straßenverkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Dazu müssen allerdings die Weichen heute richtig gestellt werden. Hysterie und Weltuntergangsstimmung ist nicht angesagt.
Die Herstellung und der Gebrauch von E-Mobilen muss effizienter werden, der Strom zum Fahren sollte aus regenerativen Energiequellen stammen und Luxuswagen mit besonders großen Motoren und Stromspeichern sind nicht sinnvoll.