Bildungsniveau
Bildungsniveau - Bayern wollen besser bleiben!
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Im deutschen Bildungsniveau gibt es Oben und Unten. Während Sachsen und Bayern Deutschland anführen, sieht es in Berlin und Brandenburg katastrophal aus. Man könnte sagen: Hat ein Schüler in Bayern eine 4 im Zeugnis, wäre das in Berlin eine 1. Deshalb wollen die Bayern aus dem Bildungsrat aussteigen.

 

Herausgeber Dipl. Bw. Hans J. Busch  Ein Kommentar von Dipl. Bw. Hans J. Busch
  Herausgeber von LMfD News
  am 25.11.2019

Bildungsniveau

 

Der Nationale Bildungsrat soll Unterschiede bei der Schulbildung zwischen den Bundesländern beseitigen. Das hatte die GroKo im Koalitionsvertrag so vereinbart.

Nun gab Markus Söder den Ausstieg Bayerns aus dem Bildungsrat bekannt. "Wir glauben einfach nicht an die Zukunft dieser Idee. Es war ein nett gemeinter Versuch, das mal zu probieren. Aber es ist letztlich auch ein Widerspruch zu der föderalen Bildungsverfassung, die unser Deutschland hat".

Dass in Berliner Ministerien entschieden werde, was in bayerischen Schulzimmern stattfinde, ist zum Scheitern verurteilt.

 

Begründung

Der bayerische Ministerpräsident begründete den Ausstieg damit, dass bei einer Vereinheitlichung der Bildungssysteme alle Bundesländer auf einem niedrigeren Stand landen werden. "Aber, dass wir von Berlin aus das übergestülpt bekommen und am Ende ein, wahrscheinlich, Berliner Abitur auf niederem Niveau für alle in Deutschland bekommen, das kann man den bayerischen Schülerinnen und Schülern nicht zumuten".

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sprach von einem "komplett überflüssigen Gremium".

 

Kritik aus Berlin

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) bedauert den bayerischen Ausstieg aus dem Bildungsrat. "Die Ankündigung aus Bayern kommt leider nicht überraschend. Sie ist aber gleichwohl zu bedauern. Die Länder müssen nun beraten, wie sie mit dem Projekt weiter umgehen wollen".

 

Info

Eine internationale Vergleichsstudien der OECD hat gezeigt, dass Deutschland in der Bildung nur im Mittelfeld liegt. Sie meinen, dass sich alle für Bildung Verantwortlichen nicht mit diesem Befund abfinden dürfen und finden, dass die Bundesrepublik zu den wenigen Ländern gehört, in denen der Akademikeranteil unter den 25- bis 34-Jährigen mit 26 % fast identisch ist mit dem in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen (25 %), die in den nächsten Jahren langsam aus dem Berufsleben ausscheiden. Europaweit ist hingegen in diesen Altersgruppen die Akademikerquote von 23 auf 38 % zu erkennen.

 

Fazit

Ein einheitliches Bildungsniveau auf hohem Level wäre gut für Deutschland. Leider hat Söder Recht. Man wird den hohen Standard nicht halten und das insgesamt schlechte Bildungsniveau noch mehr absenken.

Deutschland hat 1,7 Millionen Bildungsverlierer. Nur 20 % der Jüngeren schaffen einen höheren Bildungsabschluss, als Vater oder Mutter. Im Schnitt der wichtigen Industrienationen sind dies dagegen 37 %. Nur 13 % fallen unter das Bildungsniveau ihrer Eltern.

 
Herzlichst ihr Dipl. Bw. Hans J. Busch

 

© Inspiriert durch einen Artikel in www.welt.de